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Systeme verschwinden nicht mit ihren Strukturen

  • Autorenbild: Anja Witter
    Anja Witter
  • 22. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Mai


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Abstrakte geometrische Struktur aus verschobenen Flächen und wiederkehrenden Punktmustern als Symbol für Systeme, Wahrnehmung und weiterwirkende Strukturen.
Sichtbare Strukturen verschwinden oft schneller als die Muster dahinter.

Wir werden nicht nur in eine Familie hineingeboren.


Sondern in Strukturen.

In Sprachen.

In Meinungen.

In Haltungen.

In Systeme, die prägen, was als normal gilt.


Der Umgang miteinander.

Kommunikation.

Nähe – oder das, was dafür gehalten wird.


Vieles davon hinterfragt man nicht.

Nicht am Anfang.


Erst mit der Zeit entstehen Fragen.

Noch keine Antworten.

Eher Fragmente.


Menschen gehen.

Mauern fallen.

Sprachen verändern sich.


Ich habe lange geglaubt, vieles davon sei einfach Realität.

Etwas, an das man sich anpasst.


Erst später wurde sichtbar, wie stark Systeme Wahrnehmung prägen – selbst dann noch, wenn ihre sichtbaren Strukturen längst verschwunden sind.


Und vielleicht beginnt genau hier ein langsamer Prozess.


Nicht sofort.

Nicht linear.


Muster wiederholen sich.

Fragen bleiben.


Bis langsam sichtbarer wird, was wirklich zu einem gehört – und was nicht.


Vielleicht entsteht genau dort etwas Eigenes:

Nicht als Abgrenzung zum Außen, sondern als eine klarere Form von Individualität.


So funktioniert es in der Realität. Und genau hier beginnt oft das Problem.


Wahrscheinlich entsteht genau hier die grundlegende Frage:


Was war dein Ausgangspunkt?



Über die Autorin

Anja Witter beschäftigt sich mit der Frage, wie Systeme in der Realität funktionieren – und wo ihre strukturellen Defizite liegen.


Ihre Perspektive basiert auf über zwei Jahrzehnten praktischer Erfahrung im Zusammenspiel von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland und Spanien – geprägt durch Beobachtungen und Einblicke in Unternehmen sowie in soziale und familiäre Zusammenhänge.


Im Mittelpunkt stehen deren Wirkung auf Menschen, Organisationen und gesellschaftliche Strukturen.



 

Gender-Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Beitrag die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.


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